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Valencia Ausflüge

Peñíscola


Peníscola. Ja genau, so der Name der Stadt. Besser noch: „Cola“ kann als umgangssprachliches, spanisches Wort gelesen werden, welches wiederum genau das Erste bedeutet. Mein Mann spricht den Ort immer etwas anders aus als ich, verstand nach einiger Zeit aber auch meine Intension bei der Aussprache. Jedenfalls ist der Plan eines Nachmittages mit den Kindern fussläufig 30 (Erwachsenen Geh)Minuten zum Castell de Peníscola zu laufen. So ein Luxus - ich freue mich sehr mit den Kindern einen Ort OHNE Auto zu besichtigen.


Strand von Peniscola
Strand von Peniscola

Nach dem Mittagessen in Wohnwagen packen alle 4 ihre Sachen zusammen und verlassen den Campingplatz. Am Strand, ca. 300 Meter weiter, befindet sich ein Spielplatz. WIR sind weit gekommen und es wird Zeit endlich mal wieder zu spielen. Die Kinder freuen sich riesig. Leider ist ein Kind mit seinem verstauchten Arm etwas außer Gefecht so das ich durchgehend am aushelfen bin. Von außen betrachtet befinden sich 3 Kinder und 1 Erwachsene auf dem Klettergerüst und spielen. Wer danach mehr k.o. ist, weiß ich nicht. Ich nehme es als ungeplante Fitnessstunde an. Es gab Zeiten da habe ich für Mama Baby Kurse (durchaus sinnvoll!) Geld gezahlt. #Mamafit #fitmitbaby


Wir stapfen weiter durch den Sandstrand und finden Muscheln. Ich komm zu der Idee Mandalas zu legen und alle sammeln, schauen sich nach kleinen Schätzen um. Das anschließende Platzieren ist vor allem für Kind3 eine kleine Herausforderung. Ein paar Meter weiter probieren wir uns an einem Mandala in Herzform. Die Geduldsspanne der Kinder bröckelt, der Bewegungsdrang groß und so ist es unser (fast sogar mein eigenes) letztes Kunstwerk.


Mandala
Mandala

Hinter dem großflächigen Strand, befindet sich der Fußgänger*Innenweg, die Straße, dann Restaurants und größtenteils aktuell geschlossene Hotels/Appartements. Der ganze Weg bis zum Stadtinneren sieht so aus. Wie viele Menschen wohl im Sommer diesen Ort bereisen, dass die Hotels in der Nebensaison geschlossen sein können und alle Unterkünfte in den Sommermonaten gewinnbringend ausgebucht sind. Der Strand wird meiner Einschätzung nach auch voll mit Menschen sein. Im November aktuell nutzen ein paar wenige Angler*Innen, Hundebesitzer*Innen und Familien die Strände.


Dem Schloss bzw. besser die Festung am Ende des Strandes und ein Wahrzeichen der Stadt Peníscola nähern wir uns Stück für Stück. Als Nächstes spielen wir mit unseren Bällen bei den Netzen und auch ein Seil-Kletterturm wird erklommen. Insgesamt 2 Stunden benötigen wir für den 30 Minuten Gehweg - 2 Stunden voller Spiel, Spaß und (Ent)Spannung. Kein Cent ist geflossen, ein paar Kekse, Chips und getrocknete Früchte haben wir für den kleinen Hunger zwischendurch dabei.


Es geht zur Festung hoch. Im Vergleich zu den bisher gesehenen Burgen auf kleineren Hügeln in den besichtigten Städten am Strand scheint dieses um einiges imposanter. Angekommen am Schloss füllen die Kinder mit großen Spaß an dem Trinkwasserspender ihre nicht wirklich leeren Wasserflaschen auf. Ein absolutes Plus: Trinkwasserspenden befinden sich fast an jedem Ort.


Festung
Festung

Die Häuser auf dem kleinen Berg sind größtenteils Restaurants und Hotels, vielleicht ein paar Souvenirläden. Auf dem Weg nach unten den wir auf der anderen Seite des Hügels wählen, sind die Gassen so eng dass wir teilweise hintereinander laufen müssen. Dennoch sind da Buchläden, Restaurants mit Stühlen und Tischen draußen - alles jedoch geschlossen zum aktuellen Stand Anfang November. Es stört uns nicht, wir brauchen nichts, uns geht es gut. Wir kommen unten am Hafen an, bestaunen die Boote und Schiffe und kehren zurück zur Promenade.


Den Spürnasen meiner Kinder folgend gibt es tatsächlich zuckerfreies Eis in einer der wenigen geöffneten Eisdielen an der Promenade. Mit Eis in der Hand geht der Rückweg zum Campingplatz vergleichsweise im Eiltempo von statten.


Peniscola
Peniscola

(Rückblick)



Die Stadt Valencia


Was bin ich freudig aufgeregt! Heute geht es ab nach Valencia. Vor mehr als 20 Jahren, Teenager Judith also, war auch schon mal vor Ort. Schemenhafte Erinnerungen aber ein durchweg positives Gefühl von der damaligen Reise, lassen meine Vorfreude wachsen.


Die Familie durfte im Auto frühstücken, ich sag ja ich bin voller Tatendrang. Nach 30 Minuten Fahrt, teilweise direkt neben dem Mittelmeer entlang fahrend, stelle ich das Auto sicher in einem Parkhaus mitten im Zentrum von Valencia ab.


Da es ein paar Erledigungen gibt, suchen wir ein Küchengeschäft in Richtung der Altstadt auf (vorher im Internet recherchiert). Auf dem Weg kommen wir an so tollen Geschäften vorbei! Es landet bspw. Buchweizenbrot im Rucksack. Wir freuen uns riesig über selbst gemachtes Brot welches wir ohne Kompromiss genießen können. #zuckerfrei #weizenfrei


Küchenfachgeschäft „Gran Menaje Valencia“
Küchenfachgeschäft „Gran Menaje Valencia“

Den Weg über angelt sich mein Mann von Cortago zu Cortado, da irgendjemand von uns 5en immer die Toilette benötigt. Beim Küchenfachgeschäft „Gran Menaje Valencia“ angekommen werden wir ausgiebigst beraten und verlassen das Geschäft mit einem neuen Kochtopf mit einer Kochfläche in Größe unserer Herdplatte im Wohnwagen (der Alte ist auf Grund von Verbrennung im Ruhestand). Praktisch verpackt im Karton und mit Strick drumherum gehts tiefer in die Altstadt hinein mit engen verwinkelten Gassen. Es häufen sich kleine, gemütliche Bars und Restaurants vor denen vereinzelt Musiker*Innen spielen. Ein paar käuflich erworbene Erinnerungen und Überraschungen (anstehender Geburtstag, Weihnachten) für die Kinder (was bei dem wachsamen Auge von Kind1 nicht leicht ist!) kommen auch mit.


Uns zieht es anschließend schlendernd Richtung Zentrum: wir entdecken ein paar Kinderbücher und für meinen Mann gibt es neue Kopfhörer. Er benötigt anscheinend Kopfhörer die besser abschirmen wenn er arbeitet damit die Hintergrundgeräusche (wie bspw. spielende, schreiende Familienangehörige) nicht zu hören. #arbeitenimhomeoffice


Beim durch die Stadt laufen entdecke ich eine Person, die zu einer Parklücke rennt. Kurz darauf kommt ein Auto einher und die Person „hilft“ dem Auto einzuparken. Das ist ein inoffizieller, kostenpflichtiger Service von Personen, die dann auch während des Parkens für die Sicherheit des Autos sorgen… Wegen solchen Situationen ziehe ich Parkhäuser vor.


Die Beine aller sind erschöpft. Die Kinder schaffen es gerade noch zum „Parc del Turia“. Dort wird ausgiebigst auf der Picknickdecke (dem Tragetuch) geschlämmt.


Es geht weiter im Park vorbei an Fontänen, Bäumen und vielen Menschen die den Ort als Auszeit oder Treffpunkt nutzen. Wir kommen an am Gulliver Park. Ich gebe zu ich hatte keine Vorstellung, lediglich die Empfehlung (Vielen Dank). Nun stehen wir 5 vor einem riesigen Spielplatz der nach jegliche Abenteuer aussieht - Klettergerüst, Erlebnispfad und Rutsche sind alles vorhanden. Was für ein Spaß, ich will da sofort drauf! Kind1 und Kind2 ziehen zusammen los, Kind3 in Begleitung von Papa. Ich muss mich gedulden, nutze die Chance um Sonne und Energie zu tanken. Meine Zeit kommt und ich hätte nicht gedacht, dass ich nochmal einem Mann, der nicht mein Ehemann ist, so nah sein würde, denn der Spielplatz ist die liegende Fantasiefigur Gulliver. Was wir 5 klettern und rutschen.


Gulliverpark
Gulliverpark

Anschließend sind alle k.o.. Kind3 geht auf die Schultern vom Papa, Kind2 ins Tragetuch auf meinen Rücken und zum Dank dass Kind1 selber läuft, bekommt es einen Rucksack von seinem Geschwister obendrauf. Theoretisch bräuchten wir eine Pause. Die Zeit im Nacken, gehen wir aber jedoch weiter zu der Reihe an architektonischen Meisterwerken die ich noch genauso in meinem Gedächtnis habe. Ich fühle mich winzig neben „Palau de les arts Valencia“; im  „L’Hemisfèric“ meine ich die Form eines Marienkäfers zu erkennen und spätestens beim  Wissenschaftsmuseum Prinz Philip kann ich die Frage nicht zurück halten wie um alles in der Welt ein Architektenteam auf die Idee kommt ein Gebäude so zu entwerfen.


architektonisches Meisterwerk
architektonisches Meisterwerk

Damit sind wir nicht am Ende mit Bestaunen der Architekt*Innen Reihe aber am Ende der Energie. Sie trägt uns gerade noch zur nächst gelegenen Busstation (Taxi fällt aus geldlichen und Kindersitz Gründen raus, mit der Metro sehen wir nix von der Stadt, Fahrrad auch kinderunfreundlich mitten in der Stadt und Busfahren macht allen Spaß). Kind1 findet es cool und „Daily Business“, Kind2 bestaunt den Bus und Kind1 findet einfach die Erfahrung klasse. Warum unternehmen wir Ausflüge in Freizeitparks wenn Busfahren das Highlight des Tages sein kann? „Viel zu schnell“ in Kinderaugen ist die (30-minütige) Fahrt vorbei.


Noch eine Tüte heiße Esskastanien auf die Hand und es geht auf zum Auto und ab zu Aurelio. 


(Rückblick)


 
 
 

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