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Unsere Ausflüge in der Provinz Barcelona

Die Basilika de Montserrat


Initial geplant aber irgendwie doch spontan entscheiden wir uns kurz nach Ankunft auf dem neuen Campingplatz, nach einer 2-stündigen Autofahrt, zur Basilika de Montserrat zu fahren. Es ist Sonntag Nachmittag und wir wollen gerne noch etwas gemeinsam zu 5 erleben. Somit packen wir kurzerhand das Notwendigste zusammen - ein Jäckchen für alle für den Fall der Fälle, etwas aus dem Kühlschrank zu essen und los gehts. Das bedeutet leider für den Tag nochmals eine lange Autofahrt. Wir legen das Mittagessen in die Fahrtzeit und die Kinder stecken die Fahrt gut weg. Gegen Ende ist es wenig monoton da es schlangenlinienförmig aufwärts, abwärts und wieder aufwärts geht. Mit einem Mal gibt es Stau mitten auf dem Berg, wir können etwas voran fahren und sehen, dass der Einlass zur Basilika für Autos kontrolliert wird. Ein Auto nach dem anderen wird eingelassen. So geht es Stück für Stück voran und irgendwann dann rein. Es wird auf einem der ersten freien Parkplätze geparkt.


Alle steigen aus dem Auto und der Ausmaß unseres spontanen Aufbruchs wird klar: die Kinder haben keine Rucksäcke dabei, die Trinkflaschen sind von der vormittäglichen Fahrt nur noch spärlich gefüllt und mein persönliches Nicht-Highlight: Kind3 hat nicht einmal Schuhe dabei. Als passionierte Barfußläuferin kein Problem für mich, mein 2-jähriges Kind sieht das anders. Bedeutet: ich übernehme die Erwachsenen Rücksäcke, Mein Mann das Kind. Den ersten freien Parkplatz zu nehmen war wie wir mitbekommen ein weise Entscheidung: es sind generell sehr viele Parkplätze vorhanden jedoch sind alle belegt, wie wir auf dem langen, bergauf Weg von unserer Parklücke zur Basilika sehen. Auch befinden wir uns auf der Schattenseite des Berges, ergo es wird frischer. Die fehlenden Jacken machen sich bemerkbar. So rennen wir 4 (+1 getragen) nahezu den Berg hinauf. Oben angekommen ist uns warm und die Sonne schafft es sogar durch einen Spalt hindurch. Es sind viele Leute vor Ort, klar irgendjemanden müssen die ganzen Autos gehören, viele Reisebusse und Parkplätze sind ein absolutes Luxusgut.


Wir 5 genießen die Aussicht. Es ist ein herrlicher Blick bis zum Mittelmeer durch. Mehr genießen kann ich das Ganze jedoch nicht: mein Respekt vor der Höhe schlägt Alarm. Glücklicherweise ist es da oben recht großflächig, so dass ich mich auf die andere Seite verkrümeln kann. Meine Familie zerre ich mit, man kann ja nie wissen. Auf der Abgrund-entferntesten Seite sind Stände aufgebaut und es gibt vor allem Käse, typische spanische Süßwaren und Honig zu kaufen. Wir greifen zu.


die Basilika
die Basilika

Anschließend begeben wir 5 uns zur bzw. in die Basilika. Ein beeindruckendes, riesiges Gebäude - hoch oben, mitten auf einem Berg. Innen ist alles so schön hergerichtet, die Fensterbilder der Geschichte Jesus, die Lampen die von hoch oben weit herunter hängen und einladend leuchten und der gesamte Altar der vergoldet ist. Beim Herausgehen hinterlassen wir, wie ganz viele andere mit uns, eine brennende Kerze.


die Kerzen der Basilika
die Kerzen der Basilika

Es geht bergabwärts zurück zum Auto. Die 2 laufenden Kinder entwickeln Spiele mit den verwirrend vielen Markierungen auf dem Boden und so geht es sogar rennend Richtung Auto. Ein Polizeiauto passieren wir auf dem Weg. DAs verteilt Knöllchen fürs Falschparken. Das wird nach kurzer Einschätzung eine Weile in Anspruch nehmen. Was das wohl geldlich an einem gut besuchten Wochenend-Tag mitten in der Hochsaison einbringt?


Im Auto bemerken wir Unklarheiten mit den Uhrzeiten vom Handy, Armbanduhr und Auto. Ach: Zeitumstellung. Ob das der Grund für all das Durcheinander ist?


Barcelona City


1. Tag 


Tschüss Aurelio. Es ist ein seltsamer, zeitlich begrenzter Abschied. Wir fahren mit dem Auto, nur dem Auto, nach Barcelona City für ein paar Tage und treffen die Eltern meines Mannes. Zusammen beziehen wir eine Unterkunft, die kein Campingplatzleben beinhaltet.


Das Packen geht außerordentlich schnell und unser Hab und Gut passt in ein paar große Plastikbeutel, die mit den namenhaften deutschen Discounter beschriftet sind. Koffer haben wir keine dabei, warum und wohin auch damit. Aurelio hinterlassen wir nahezu abfahrbereit, nur der Strom hängt dran damit der Kühlschrank weiter arbeitet. Tschau Tschau in ein paar Tagen sehen wir uns wieder.


Auf gehts nach Barcelona City. Ziel ist die gemeinsame Unterkunft, die im Zentrum der Stadt liegt. Unser Ankunftstag fällt auf einen Werktag und so ist es: super viel los; ich fahre und komme nicht voran; ich fahre, komme voran, verpasse eine Ausfahrt und muss 10 Minuten herum fahren um wieder in die Ausgangsposition zu gelangen. Ich finde ich mache das großartig. Vor dem Hotel angekommen ist kein freier Platz, ich drehe erneut eine Extrarunde (kostet 7 Minuten). Beim 2. Versuch bin ich wagemutig. Es gibt weiterhin keinen freien Parkplatz jedoch den Taxibereich. Ich halte darin und befinde mich mit einem Mal direkt vor einem Polizeiauto. Mein Mann springt aus dem Auto um im Hotel Bescheid zu geben, ich schrumpfe der Weile Erbsengroß und: es funktioniert. Die beiden Polizist*Innen steigen in ihren Dienstwagen und fahren an mir vorbei. Meine Theorie: der spanischen Mentalität unternimmt erst etwas wenn es keinen anderen Weg gibt, ansonsten tranquilo.


Den Ankunftstag schlendern wir umher, schauen in das eine und in das andere Geschäft. In den Seitenstraßen befinden sich kleine no Name Läden, die von außen klein wirken. Einmal eingetreten, gibt es den Eingangsbereich, dann noch einen Raum und noch einen und hinter der Ecke ist noch einer. Zu Abend speisen wir in dem Naturkostrestaurant Honest Greens Gran de Gràcia. Lecker! Richtig lecker und nahrhaft. Leider ist „das kreativ hergerichtete Essen“ sowie  „ich weiß nicht genau was da auf dem Teller ist“ keine Lieblingsspeise meiner Kinder und so wird nach dem Essen erneut gegessen. Dieses Mal sehr klar definiertes Essen: Kartoffeln und Käse auf der Dachterrasse vom Hotel.


2. Tag 

Im Hotel habe ich bei dem vorabendlichen Snack am Ende einer Straße ein beleuchtetes Riesenrad gesehen - das ist Ziel des heutigen Tages. Wir verlassen die Unterkunft und lassen uns mit dem Einkaufsstrom treiben. An den Kulturerbe von Gaudi „casa milà“ vorbeikommend, kehren wir in eine Bücherei ein auf der Suche nach spanischen Büchern. Weniger leicht als gedacht, da die meisten Werke in katalanisch geschrieben sind. Die Metro nehmend fahren wir Richtung Riesenrad „Noria del Port Vell“. Wir steigen aus der Metro und laufen den Hafen entlang, dass erfreut besonders Kind2 - es ist hin und weg von den großen und zahlreich vorhandenen Schiffen die im Hafen liegen. Ein paar Buden mit Verkaufsartikeln sind auch aufgebaut. Es gibt Holzarbeiten, Schmuck, Snacks und für uns Trockenfrüchte - von Papaya zu Birne landet alles direkt im Magen.


Ganz dem Tourismus erlegen fahren wir eine Runde auf dem Riesenrad mit. Ich bewege mich an 2 Extremen: zum Einem fällt mir dieses Gewackel und diese Höhe ziemlich schwer aber zum Anderen kann ich ganz Barcelona von oben sehen. Darunter befinden sich wahrscheinlich ein paar ziemlich bedeutende Gebäude, eines davon kann ich zu 100 % als das Egg Building identifizieren welches in London steht. Ich schwöre es sieht haargenau so aus. Ich sehe noch ganz viel Hafen, wenn ich mich traue nach unten zu schauen, das scheinbar unendliche Mittelmeer.


Ausblick von Riesenrad
Ausblick von Riesenrad

Kurzerhand entschließen wir 5 uns - wobei Nummer 5 nicht mein Mann sondern die Oma ist - in den „Parc Güell“ zu gehen. Ein wenig gehbequem steigen wir in den Bus ein und lassen uns chauffieren. Ich genieße das sehr und erhasche auch einen Blick auf den „Arc de Triomf“.


Arc de Triomf
Arc de Triomf

Für den Parc Güell benötigen wir zu meiner Überraschung Tickets und kaufen wie viele Andere spontan vor Ort (online am Telefon). Der Park ist sehr schön angelegt, ein kreativer, verspielter, grüner Traum. Zu 5 huschen wir mal in die eine, dann in die andere Richtung - so wie sehr viele andere auch. Erwähnte ich bereits dass der Park gut besucht ist?


Den Weg zu unserem Abendessen, dem biologischem Restaurant, „El Filete Ruso“ spazieren wir, um ein Barcelona Gefühl zu bekommen, durch die lebendige Stadt. Es ist Halloween und einige Teilnehmende sind unterwegs. Auch Kinder ziehen von Geschäft zu Geschäft und verlangen ihren Lohn. Es gelingt uns einen Spielplatz zu finden, mit sandigem Untergrund (statt Kunststoffmatten wie ich aus anderen Städten kenne) und abgezäunt. Wohl eine Vorsorge bei so einer lebendigen Umgebung - die Restaurants und Bars haben die Tische und Stühle draußen und wenn keine vorhanden sind, stehen die Leute draußen. Im Dunkeln in angenehmer Wärme auf einem Spielplatz löst weiterhin Urlaubsgefühl bei mir aus.


Tag 3

Der Samstag beginnt mit einer Überraschung: vor unserem Hotel die Straße ist gesperrt und an jeder Absperrung steht eine Person und bewacht diese. Keine Autos weit und breit, dafür viele viele Menschen die auf der Straße laufen. Wie ich erfahre ist es genau dafür gemacht: den Samstag als freien Einkaufstag sollen die Leute im Zentrum sich frei bewegen können.


Zu 7., dieses Mal wir 5 plus die spanisches Großeltern, gehen zur Sagrada Familia für ein wenig Kultur. Vor vielen Jahren war ich mit Freundinnen bereits einmal vor Ort. Da war jedoch wenig von außen zu sehen, es war mehr wie eine einzige Baustelle. An diesem Samstag befinden sich weiterhin Gerüste drum herum, jedoch viel weniger und es ist Weiteraus mehr zu sehen. Wie es innen aussieht interessiert uns sehr, jedoch sind die Tickets dafür ausgebucht - mit 2 Wochen im Vorlauf. Positiv überrascht bin ich das bei all dem Bestaunen und Besprechen die Kinder vollends spielend beschäftigt sind auf dem hiesigen Spielplatz, da wurde an jüngere und ältere Kinder gedacht.


Spielplatz Sagrada Familia
Spielplatz Sagrada Familia

Anschließend gönnen wir 7 uns leckerstes Essen bei Green&Burger Barcelona. Darauf passt noch ein leckeres (mit Fruktose gesüßtes) Eis, welches uns die Wartezeit auf den nächsten Hop-on drop-off Bus verkürzt. Überzeugt für den Bus wurden wir an der Sagrada Familie und es ist eine win win Situation: unser Zielort Catalunya liegt weit weg und die Kinder wollen sehr gern oben auf einen Doppeldecker Bus sitzen. Die Fahrt dauert fast eine Stunde jedoch vergeht diese mit so viel zu sehen wie bspw. dem Fußballstadion, bei dem passenderweise auch gerade trainiert wurde, wie im Flug.


An Catalunya angekommen überlege ich ob ich jemals mehr Menschen auf einem Ort gesehen habe - Menschenmassen strömen von einem zum nächsten Ort. Die Dunkelheit, die Wärme, die Lichter der Kaufhäuser, die Lautstärke. Es ist ein lohnenswerter Eindruck, allerdings sehr viele Eindrücke für meine Kinder. Schnell finden wir eine Seitengasse mit kleineren Läden und ich entdecke ein paar Erinnerungsstücke in Form von T-Shirts für uns alle.


Meinem persönlichen Wunsch folgend nehmen wir die Metro dieses Mal zum Plaça d‘España. Es ist der 1. November um 20:15 Uhr und wir setzen uns zum Abendessen in eine Tapas Bar. Um 21 Uhr habe ich einen wichtigen Termin mit dem magischen Springbrunnen von Montjuïc. Es sind bereits sehr viele Menschen in der Nähe von diesem Ort unterwegs. Ich bin mir sicher die wollen auch alle dahin. Ein geschulter Blick der spanischen Familienhälfte am Tisch ins Internet und ich erhalte die Info dass mit dem 1. November der Startzeitpunkt von 21 Uhr auf 20 Uhr vorverschoben ist. Es ist mittlerweile 20:34 Uhr und ich bin ehrlich traurig. Tick Tack Tick Tick. Ich nehme mir einen Ruck und 2 Kinder und renne (!) zu dem Springbrunnen. Wir 3 können das Spektakel bestimmt 15 Minuten genießen. Das Licht, die Farben, die Fontänen, die Musik. Ok das Verhältnis Musik und Wasserbewegung ist ausbaufähig aber kein Grund zur Beschwerde. Ein wunderbares Erlebnis.


Spektakel am magischen Springbrunnen von Montjuïc
Spektakel am magischen Springbrunnen von Montjuïc

Tag 4 

Wir packen. Tag 4 ist unser letzter Tag in Barcelona City und dementsprechend geht’s zurück zu Aurelio. 5 Personen freuen sich bereits riesig darauf. Der Tag wird jedoch noch zu 7. in Barcelona verbracht. Es gibt genau ein Ziel an diesem Tag: Montjuïc. Die Tickets vom Hop-on Drop-Off Bus  vom Vortag gelten 24 Stunden, sind also noch gültig, und so peilen wir eine Haltestelle davon an. Auf den Weg dahin bemerke ich die in der Sonne funkelnde Weihnachtsdekoration.


in Sonne funkelnde Weihnachtsdekoration
in Sonne funkelnde Weihnachtsdekoration

Wir steigen ein und erhaschen sehr zum Freude aller erneut oben Plätze. Nun von oben auf die Haltestelle blickend sehe ich leider sehr viele weg geworfene Kopfhörer, die es bei Eintritt „kostenlos“ gibt.


weg geworfende Kopfhörer auf Busstation
weg geworfende Kopfhörer auf Busstation

Wir fahren die Route entlang und sehen durch diese initiale Notlösung des Fortbewegen wirklich viel von Barcelonas bekannten Plätzen. Die Kinder haben besonders beim Zuhören über die in jeglicher Sprache verfügbaren Audioführer ihren Spaß. Ich bemerke, dass sie sich Sprachen einstellen, die keine(r) von uns spricht.


In Montjuïc wird ausgestiegen und spontan zieht es die spanische Seite in den Themenpark „Poble Espanyol de Barcelona“, eine Stadt die etwas besonders von jedem spanischen Bundesland zeigt. Wir treten ein und entgegen meiner Hoffnung ist auch hier Halloween im vollen Gange. Es sieht zauberhaft aus, es laufen schaurige Schauspieler*Innen herum, die Dekoration ist liebevoll ästhetisch gruselig, die Musik dröhnt durch die Gassen, ein Festzelt und Food Trucks sind angereist. Wir schlängeln uns durch, die Kinder haben Spaß auf dem hiesigen 3 Rutschen Spielplatz fernab des Spektakels. Es gibt Angebote der dort arbeitenden Handwerker*Innen wie basteln, Armbänder personalisieren, schminken… wir nehmen 3 Lederarmbänder mit. 


Mont Juic
Mont Juic

Als wir es wieder aus dem Dorf raus schaffen, ist es bereits nachmittags. Wir schwingen uns wieder in den Tourist*Innen Bus und lassen uns zentraler in Montjuïc fahren. Es wird durch den Park gelaufen, also 6, +1 getragen. Doch plötzlich die Zeit im Nacken verweilen wir viel kürzer als wir planten vor Ort und es geht mit der Metro zum Hotel und für uns 5 mit dem Auto, an einem Sonntag mit wenig Verkehr, zurück zu Aurelio. 

 
 
 

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