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Unser Wohnwagen

Aktualisiert: 16. Okt. 2025

Wie groß soll der Wohnwagen sein? Mieten wir? Kaufen wir? Privat oder gewerblich? Ist ein Vorzelt lohnenswert? Wie schwer darf der Wohnwagen sein? Was für eine Aufteilung passt am besten zu uns?


Wir haben uns recht schnell für den Erwerb ausgesprochen da uns das kostengünstiger schien. Auch gab es so die Option den Wohnwagen auf unsere Gepflogenheiten anzupassen. Bei der Suche konzentrierte ich mich auf 2 wesentlichen Kriterien:


  1. Anzahl der Schlafplätze. Unsere Kinder sind zwar (körperlich) klein jedoch benötigen sie, wie auch wir 2 Erwachsenen, ihren eigenen Platz beim schlafen. Das bedeutete bei uns also pro Person ein Bett bzw. ausreichend Schlafraum, also für 5 Personen.

  2. technisch zulässige Gesamtmasse von 1.300 kg. Bei den Angeboten las ich immer wieder etwas von zGG. Ein wenig Recherche, einiges an Aha-Momenten und ein in die Hose gerutschtes Herz später wusste ich dass ich im Fahrzeugschein unseres Autos die „technisch zulässige Anhängelast gebremst“ entnehmen kann, welche dann die maximale technisch zulässige Gesamtmasse bei unserem Wohnwagen sein könnte, damit unser Auto erlaubt und fähig ist diesen zu ziehen.


Diese 2 Kriterien grenzten die Suche erheblich ein. 5 Personen ist unter den gebrauchten Wagen unüblicher als 1-4 Schlafplätze. Und bei 5 Schlafplätzen dann lediglich 1.300 kg technisch zulässige Gesamtmasse zu haben, war ebenso unüblich.


Für die Suche habe ich meine Standard Ein- und VerkaufsApp geöffnet und mich durch die Anzeigen gescrollt. Mittels der beiden erwähnten Eingrenzungen konnte ich in unserer Nähe letztendlich 3 passende Wohnwagen ausfindig machen, welche wir uns alle gemeinsam angeschaut haben. Einen davon dürfen wir jetzt unser nennen.


Es ist ein Wohnwagen der bereits seine 30 Jahre tapfer gemeistert hat und zuletzt von einer Familie gehalten wurde, die ihn (so wie wir es planen) nach ihren Wünschen umgebaut hatte. Gegenüber herkömmlichen Wohnwagen haben wir nun beispielsweise:


  • keinen eingebauten Herd, dafür jedoch eine Kochfläche außerhalb des Wohnwagens.

  • Ein Spülbecken und einen Kühlschrank, wie sie auch in einer herkömmlichen Küche verbaut sein könnten.

  • Eine Gefriertruhe.


Da mein Mann und ich uns dazu entschieden kein Gas zu nutzen, verkauften wir den mit bereit gestellten Gasherd und stellten auf 2 einzelne, mobile Induktionskochfelder um. Ohne Gas konnte die Gasheizung nicht genutzt werden. Diese wurde von uns komplett ausgebaut und durch eine Elektrische ersetzt, da wir zwar in den spanischen und somit verhältnismäßig milden Winter fahren, jedoch ein Plan B, falls das Wetter nicht wie erhofft mitspielt, unabdinglich ist.


Mit diesen ganzen Anpassungen wird für den laufenden Betrieb zwar kein Gas mehr jedoch einiges an Strom benötigt. Es gibt daher 2 CEE Anschlüsse und weiterhin Solarpanelen auf dem Dach, welche Strom erzeugen. Abhängig von der verfügbaren Stromstärke auf dem Platz dürften die Panelen Entlastung geben.


Eine weitere Besonderheit ist das Badezimmer. Schlichtweg könnte „Zimmer“ und „Bad“ gestrichen werden und in „Trockentrenntoilette“ zusammengefasst werden. Es gibt kein Waschbecken, kein herkömmliches WC mit Kassette und Spülung, keine Dusche und on top: keine Badezimmertür. Dafür gibt es eine WC welches ohne jegliches Wasser funktioniert. Genau gegenüberliegend im Wohnwagen befindet sich die Küche mit Spülbecken. Für ausreichend Hygiene ist dementsprechend gesorgt (Hände waschen). Scheinbar ist der Wohnwagen damit geräumiger und größer, da es mehr (Steh)fläche gibt.


Die Schlafpositionen für uns 5 sind ein Doppelstockbett sowie eine kleine und eine größere Sitzgruppe, die zu Betten umfunktioniert werden können. Das Doppelstockbett und die kleinere Sitzgruppe können mittels einer Schiebetür abgetrennt werden. Das ergibt 2 Räume in dem Wohnwagen, eher wie ein Sichtschutz - kein Hörschutz. In Anbetracht dessen, dass mein Mann während unserem Roadtrip auch arbeiten wird, ist das erst einmal vorteilhaft, wir planen jedoch eher mit dem Auto als Arbeitsplatz.


Ursprünglich mit eingekauft war ein Vorzelt. Als Probe bauten wir es auf und es erschien uns unpassend. Das Zelt jede 3-4 Tage abbauen und wieder aufbauen, überstieg Motivation, Aufwand und Nutzen. Wir entschieden uns für eine Sackmarkiese, welche beidseitig abgehangen werden kann.


Alles in allem ist der Wohnwagen ein gemütliches, autark nutzbares, an unsere Bedürfnisse angepasstes Raumwunder. Durch ihn ist auch eine neue Farbe in mein Leben aufgetaucht: Orange, die Farbe der Bezüge.


Eine spannende Frage, die sich uns mit Erwerb des Wohnwagens stellte: Wie komm der Wohnwagen dann eigentlich an unser Auto dran? Fortsetzung folgt …


 DIY Außen -Kochtisch, -Ablage, -Beistelltisch
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