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Girona Ausflugsziele (Teil 2 von 3)


Tossa de Mar


Unser Ausflug an diesem Tag führt nach Tossa de Mar in Girona. Wir, heute zu 4 ohne meinen Mann, haben einen langen, kurvigen Anfahrtsweg. Einen Parkplatz suchte ich bereits vorab aus, um einen Anfahrtspunkt in der unbekannten Stadt zu haben. Bei diesem angekommen wirkt der Parkwächter entspannt auf meine Frage ob es noch Platz gäbe. Ich suche und suche und finde ausschließlich Parkplätze die mindestens ein anderes Auto beim Ausparken behindern. Alternativ sehe ich noch ein Halteverbot. Ich passe mich den Gepflogenheiten an, wäge ab und parke das Auto an einer Stelle an dem es mindestens ein anderes im Wege steht. Am Parkhäuschen vorbei gehend, bekomme ich ein Ticket mit der Uhrzeit, klar wichtig wegen des letztendlichen Preises. Ich erhasche einen Blick auf die Preisliste… Oha, da werden wir gefühlt den Tag durch die Stadt rennen um schnell wieder zurück sein.


Ich halte mich jedoch zurück und wir schlendern in die Stadt, bekommen einen ersten Eindruck. Es gibt viele Häuser, die Mitte Oktober bereits geschlossen sind, für Urlauber*Innen. Die meisten geöffneten Läden verkaufen Utensilien wie Badeluftmatratzen, Armbänder und die Sommermode im Ausverkauf. Da schnappe ich tatsächlich zu und kaufe mir eine kurze Hose, trage ich doch heute den 2. Tag in Folge die Badehose meines Mannes. Ich habe für Herbst/Winter gepackt, nicht für 25° Celsius und Sonne. Keine Beschwerde meinerseits, das Wetter darf so bleiben, ich passe mich dem gern an.


Dem Weg folgend gelangen wir zum Meer. Es windet, die Sonne, das wilde Meer, Sandstrand mit Steinsand, eine wunderbare Kombination. Wir spazieren am Strand entlang, an den wenigen Menschen die auch diesen Tag genießen wollen. Über einigen von ihnen kreisen Unruhe stiftend und Fressen suchend Möwen. Meine Kinder lässt das nicht unbeeindruckt, sie sind verängstigt, es geht etwas schneller als gewohnt voran.


Wir wollen den kleinen Berg hinauf zur Burg „Muralles de Tossa de Mar“. Da gefällt es mir richtig gut: es geht angenehm bergauf, die Burg bietet viele verschiedene interessante Wege, mal windgeschützt im Schatten, mal wärmend in der Sonne. Windgeschützt lassen wir uns nieder,  nach den Möwen am Meer sind die Kinder wählerisch mit dem Ort aber dieser scheint passend und wir snacken unser Mittagessen, eine lieb gewonnene Tradition.


Burg In Bossa de Mar
Burg In Bossa de Mar

Oben angekommen bietet sich ein klarer Blick aufs Mittelmeer. Wir 4 atmen gefühlt etwas langsamer und saugen den Moment auf. Auf dem Weg nach unten stoßen wir auf ein paar kleine heimische Läden. Am liebsten würde ich alles kaufen, brauchen tun wir davon jedoch nichts, auch der Wohnwagen hat nur begrenzt Platz. Etwas weiter geht der Weg direkt über ins Stadtzentrum mit Einkaufs- und Verzehrmeile. Wir schauen links, wir schauen rechts. Ich und die 3 sind weder shoppen noch Stadtbummel gewohnt also staunen wir hier und da. Ein paar Lebensmittel landen letztendlich in unseren Rucksäcken. Gerade noch passend denn die Siesta beginnt und die Läden schließen. So kommen wir recht schnell am Parkplatz an. Ich kreuze meine Finger in großer Hoffnung und muss „nur“ 10 Euro für das Parkticket bezahlen.


Ausblick von der Burg
Ausblick von der Burg

Lloret de Mar


Vor einer längst vergangenen Zeit war ich einst mit Freundinnen in Lloret de Mar (wie ich nun weiß wird es „joret, nicht Loret“ ausgesprochen). Fast 2 Jahrzehnte später bin ich wieder da anzutreffen, dieses Mal mit Familie.


Wir 5 fahren in die Stadt, sie ist verglichen mit den bisherigen besichtigten Städten wirklich groß. Die 3-spurige Hauptstraße ächzt geradezu nach Tourismus, links und recht riesige Einkaufsläden in denen es Last Minute Geschenke und Trikots zu verkaufen gibt. Wir biegen mit dem Auto ab Richtung Meer und es sind viele junge Leute auf den Straßen unterwegs. Das Auto wird geparkt und ich steuere recht zielgenau meine Orte der Erinnerung an und schwelge ein wenig in Ihnen.


Der Wunsch der Kinder nach dem Meer ist groß, also finden wir uns mal wieder am Strand wieder. Es ergibt sich, dass wir den gesamten Strand entlang laufen. Ich bin überrascht doch einige Familien anzutreffen. Aus meiner bisherigen Erfahrung scheint mir die Stadt eher vom Nachtleben getrieben. Am Ende befindet sich ein Spielplatz, erneut in Form eines Schiffes, welcher großen Anklang bei den Kindern findet. Wir haben Glück: die hiesige Eisdiele verkauft zuckerfreies Eis und wir schlagen bei dem Deal gerne zu.


Auf dem Rückweg kaufen wir Obst und Gemüse in einem Frischkostladen ein. Es ist um 19 Uhr rum und die Straßen füllen sich: Wenn ich vorher dachte es ist einiges los, steht das im Schatten zu der Masse an Menschen die sich jetzt in die Bars, Restaurants und auf der Straße befinden. Lloret de Mar ist vielleicht nicht das Wahrzeichen der spanischen Kultur, aber dass das Leben in Spanien draußen auf der Straße spielt, ist zu erkennen. Die letzten Lichter von Lloret de Mar sehen wir aus dem Auto auf dem Weg zu Aurelio.


Calonge und Platja d‘Aro


Ein absoluter Herzensbesuch ist die Fahrt nach Calonge und Platja d’Aro. Viele Jahre sind mein Mann und ich hierher gereist und verbrachten unseren Urlaub vor Ort in einer Finca, immer in Gesellschaft von Familie.


Unser Auto stellen wir auf einem öffentlichen Parkplatz an der Hauptstraße von Calonge ab und begeben uns zum Strand „Platja Can Cristus“, bei dem es in den Sommermonaten eine Chiringuito gibt. Jetzt allerdings ist es hier verlassen, die Strandbar ist komplett abgebaut. Es ist ruhig. An den Buchten entlang wollen wir zu „Racó de les Dones“ gehen.


20 Minuten sagt die Navigation, das passt äußerst selten bei uns, mal schauen was draus wird. Es geht los mit Treppen rauf, Geländer rechts, Abhang da, Wurzel da, noch ein paar Stufen, unebener Boden da, rauf, runter, Bucht, Steine, mehr Steine, Bucht, Felsbrocken, ach das geht’s ja steil ab!, runter, wieder eine Bucht, rauf, Stufen, Wurzeln, Loch im Weg und ach der eine Weg führt direkt ins Meer. Ein durchweg unterhaltsamer, anregender, anspruchsvoller Weg, der mit Bollerwagen oder ähnlichem nicht machbar gewesen wäre. Ich bin einmal mehr froh, dass dieser nicht mit auf unsere Reise gekommen ist. Kind3 genießt generell das getragen werden in vollen Zügen, doch dieser Weg lässt es mit spazieren. Der Spaßfaktor ist hoch.


Calonge Weg
Calonge Weg

Wir legen eine „Essenspause“ (Zitat Kind3) am Meer auf einem Felsbrocken ein, so wie vor und mit uns einige andere. Der Blick aufs Meer, das Rauschen, die Wellen und die Ruhe treffen uns im Herzen. Am Ende des Weges, für den wir insgesamt 1,5 Stunden brauchen, erstreckt sich ein langer Strand. Da verweilen wir. Der Strand ist sehr lang, aktuell nahezu menschenleer, die Restaurants haben jedoch geöffnet.


Da ich (und mittlerweile auch Kind2) Rundwege präferiere, gehen wir über die Hauptstraße zurück zum Auto. Komplett beendet wird unser Ausflug in Plata d´Aro bei einem Crêpes bestehend aus Buchweizen und mit Honig gesüßt im Restaurant Crêpes Du Monde. Es mundet. Während des Essens spielt eine Möwe verstecken mit uns: Wir da, Essen nicht da - Möwe nicht da. Wir da, Essen da - Möwe da. Wir da, Essen weg - Möwe weg. Wir räumen das Feld und fahren zum Campingplatz..

 
 
 

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