top of page

Ausflüge mit Kindern in Familie in Alicante (Teil 3/3)

Alicante Ciudad


Zu 5. steuern wir eines Wochenendes Alicante, die Stadt, an. Wie üblich wird im Zentrum im Parkhaus geparkt, welches die Farben von Borussia Mönchengladbach enthält. Ich fühle mich gleich ein Stück zurück versetzt nach MG Action Town.


"Borussia Mönchengladbach" Parkhaus
"Borussia Mönchengladbach" Parkhaus

Zurück am Tageslicht schlendern wir durch die Stadt: von Secondhand Laden zu einem Naturakostladen (levaduramadre), an einem Spielplatz vorbei in die Markthalle in dem buntes Treiben stattfindet. Es gibt unfassbare viele Stände die Fleisch, Fleisch, Fleisch, Fleisch und Fleisch verkaufen. Fleisch wohin das Auge reicht. Im Vorfeld recherchiert hatte ich in dieser Markthalle eigentlich einen biologischen Nussladen ausfindig gemacht .. wir suchen und suchen und aha: es gibt noch eine weitere Etage - unten. Da fällt mir direkt, nicht zum ersten Mal, der visuell ansprechende Boden auf. Love this in Spain.


Jedenfalls unten angekommen, wird dort nun auch Fisch, Obst und Gemüse verkauft und ja da finde ich den Nussladen „nuts Alicante“. Jedes Familienmitglied wählt sein Lieblingsprodukt aus. Dann noch fix ein paar Früchte einkaufen und nach draußen gehts zum Snacken. Die Sonne strahlt und die Weihnachtsdekoration, die vor allem in Form von Lichterketten zwischen den Häusern über den Straßen hängt oder in den Passagen Weihnachtsbäume darstellen, blinkt und glitzert durch die Sonnenstrahlen selbst tagsüber. Auch in dieser Stadt verteilt, befinden sich Wasserspender. Wasser für alle.


Weihnachtsbaum aus Lichtern
Weihnachtsbaum aus Lichtern

Es geht weiter und wir kaufen traditionell für die Weihnachtszeit Tourron (in zuckerfrei und soooooo lecker) ein. An der Hafenpromenade angekommen gibt es Paella (sehr traditionell) zu essen und die Kinder spielen auf dem Spielplatz, der sich zwischen den beeindruckenden Bäumen (großblättrige Feige) befindet. Anschließend gehts über den Hafen mit Schiffe bestaunen zur Eisdiele die - oh Highlight für uns - 3 verschiedene, alternativ gesüßte Eissorten anbieten: Nata, Chocolate und Turron. Lecker! Yes wir greifen zu.


Die Straße San Francisco, welche mit menschengroßen, künstlichen Pilzen verziert ist (warum???), gehen wir entlang zum Spielplatz auf dem Plaza calvo sotelo. Vergebens suche ich in der Umgebung nach einem Handyladen für Handyhüllen. Wo sind diese Läden wenn sie mal gebraucht werden? Es ist mittlerweile dunkel geworden, so dass wir den ganzen Tag in Alicante verbracht haben. Alles konnten wir zu Fuß erreichen, welch Seltenheit. Die Wege sind vergleichsweise kurz, die Läden auch alternativ und geschlemmt wurde auch. Bei weiterem haben wir noch nicht alles gesehen, aber ob das jemals der Fall sein wird?


Alicante Ciudad … Teil 2


Ja, es zieht uns erneut dahin. Es ist bereits später Nachmittag, die Sonne geht langsam unter, wir waren den Tag unterwegs und dennoch steuern wir, erneut, Alicante an. Mein Mann möchte gerne den Parc del Tossal besichtigen. Wir parken öffentlich und sind auch direkt mitten im Park, der sich auf einem Berg befindet. Es geht demnach viel nach unten sowie kreuz und quer. Jedoch ganz besonders und hervorzuheben: herunter. Denn an jeder Treppe befindet sich eine Rutsche. Ja genau, eine Rutsche. Welch ein Spaß und Abenteuer! Es ist gefühlt ein riesiger Abenteuerspielplatz. Die Kinder rutschen, rennen Treppen rauf, rutschen, rennen Treppen rauf, rutschen, und das immer und immer wieder. Durch die Nutzung meiner Kinder werden einige Rutschen gut sauber, ganz im Gegenteil zu der Kleidung der Kinder. Ebenso flutscht es dann besser und der Spaß scheint unendlich.


Treppe mit Rutsche
Treppe mit Rutsche

Etwas weiter wird auch eine (nicht mehr ganz vollständige) Kletterwand entdeckt, an der ich mich austobe. Der Park gefällt uns sehr gut, abgesehen von dem überall verteilten Hundekot. 


Wir steuern das andere Ende des „Parc del tossal“ an und so erreichen wir das Schloss „Castell de Sant Ferran“ bei Sonnenuntergang. Einige andere, vor allem junge, Erwachsene tun es uns gleich, gehen das Schloss herauf und saugen die Schönheit der untergehenden Sonne ein. Der Ausblick auf Alicante, das Schloss Castell de Santa Bàrbara (welches wir (noch) nicht besichtigt haben), das Meer und der farbenreiche Sonnenuntergang. Es ist zum dahinschmelzen. 


Das Schloss „Castell de Sant Ferran“ mit Blick auf und über Alicante ist kaum als solches zu erkennen. Ich identifiziere es lediglich an einem Schild (auf dem steht, dass es ein Schloss ist), einem Zaun und Mauern.


Als wir das Schloss auf dem einzig anderen Weg verlassen, sind wir automatisch auch aus dem Park heraus. Auf dem kurzen weg zum Auto kommen wir dabei an einem Skatepark vorbei. Es ist dunkel und das Klientel gemischt: ab 10 Jahren bis .. unter 30 und jede(r) übertrumpft jede(n) mit seinem Können! Wir 5 staunen und staunen und staunen bis wir uns losreißen können und mit unserem Gefährt zu Aurelio düsen.  


Cueva del templo, Tunel de L'Alcavó y ruta de niños


Ein Stück mehr in die Natur geht es den darauf folgenden Tag. Es ist Wochenende und so fahren wir zu 5. in Richtung einer Höhle, der „Cueva del Templo“. Laut meiner Navigation gibt es lediglich die Möglichkeit von einem Punkt an der Straße aus ca. 100 Meter weit zu springen und zack sind wir da. Das plus die Erfahrung, lässt mich vermuten, dass das nicht der korrekte Weg für uns ist. Ich sehe aber auf der Landsicht einen Weg und der so ungefähr bei der naheliegenden Stadt „Agost“ startet.


Es ist also ein Suchen nach dem korrekten Eingang bzw. Weg und einem zugehörigen Parkplatz vor Ort. Letztendlich wird an dem naheliegenden Friedhof geparkt und so kann es losgehen. Der Weg der zu der Höhle führt ist von da aus gut zu finden, glücklicherweise sogar auch ausgeschildert. Wir 4 gehen, eine Person geniest den Trageluxus (ich verrate nicht wer ;) ), an einem schmalen Flussbett, mit ohne Fluss, entlang. Ausgetrocknet, es ist kein Wasser da. Der Untergrund ist steinig, vor lauter Trockenheit rissig. Ab und an sehen wir ein paar Ameisen, Schmetterlinge und Tausendfüßler. Theoretisch könnten wir uns auch in einer Wüste irgendwo in Mexiko befinden, es ist ähnlich abwechslungsreich und gut besucht. Es ist mir zu dem Zeitpunkt ein Rätsel wie bei keinen Bergen in unmittelbarer Nähe sich eine Höhle befinden soll. 


der "Wüsten" Weg
der "Wüsten" Weg

Irgendwann wird es wenigstens kurviger und die kleinen pieksenden Steine am Boden (ja ich mag meine Barfussschuhe) werden zu Felsen. Da steigt der Spaßfaktor und es wird rauf und runter geklettert. Ein paar Meter weiter ist es tatsächlich geschafft: ein neues, 2. und zugleich letztes Schild tut sich auf. Wir haben die Höhle und zeitgleich den Tunnel erreicht. Das lädt zum erkunden ein. Wir krachsen kurz durch den Tunnel, die Höhle hindurch und gehen einmal rauf um drum herum zu gehen. Da wird klar wie die Höhle möglich ist: es ist eine Landschaft und aller paar Meter ist der Untergrund (dann mehrere Meter) abgerutscht, durch wohl starken Regen: so sehr dass sich daraus Gänge/Wege bildeten. Diese münden fasst alle in „unserer“ Höhle. Ich bin erneut zu tiefst beeindruckt wie stark Wasser ein Thema in Spanien sein Muss.  


Höhle und Tunnel zugleich
Höhle und Tunnel zugleich

Wir gehen jedenfalls gern einmal um die Höhle herum und entdecken viele weiße leere Schneckenhäuser (was machen die da bitte???) und einen Mandelbaum. Wir probieren uns und öffnen einige der darum auf dem Boden befindlichen Mandeln mit unserer Mandelknackmaschine, also Stein auf Stein. Welch befriedigende Arbeit, auch die Kinder laufen zu Hochtouren auf. Wir schließen gleich unser Mittagessen an, so dass auch die Rucksäcke für den Rückweg leichter werden. Bei dem treffen wir tatsächlich auf ein Wanderpaar, was uns nahezu schockiert, da wir uns gefühlt mitten in der Wüste von Mexiko befinden.


Der (gleiche) Rückweg jedenfalls geht schneller voran als der Hinweg. Die Kinder sind fertig vom vielen laufen, klettern und so fahren wir zur nächsten Attraktion die paar Meter auf uns wartet.


Es soll ein kurzer Wanderweg für Kinder sein der mit Dinosauriern bestückt ist. Ausgepowert wie wir sind, fahren wir zum Anfang (ein Dino) „Lirainosaurus de Agost“. Da gibt’s auch Aktivitäten und etwas zu lesen, aber die Kinder (und wir Erwachsenen) sind k.o.. Wir fahren eine Minute weiter, parken an einem Spielplatz und da befindet sich das Ende und wir sehen den 2. Cartel Dinosaures. Es gibt noch ein paar mehr auf dem Weg aber habe ich bereits erwähnt dass alle 5 sehr … .


Der Spielplatz Parc del RUGLÓ, das Ende von dem Kinder-Dinosaurier-Weg, ist jedenfalls naturnah, auch mit Olivenbäumen bestückt, angelegt. Es gibt mehrere Wasserspender (love this), einige Spiele mit Wasser und auch zum Turnen und Toben einiges. Vor allen Dingen ist er großläufig und hier und da begegnet uns eine Katze und doch ja der ein oder andere oder doch recht viel Katzenkot. Hm. Ich gehe von aus, dass es in der Hauptsaison gut besucht ist und somit von der Stadt aus mehr darauf geachtet wird. Eins meiner Kinder rutscht unfreiwillig ins Wasser, komplett nass, so dass wir anschließend zurück zum Auto schlüpfen und unseren Ausflug beenden.


Kommentare


Kontakt

bottom of page